Casual-Games sind das große Thema in der Branche. Wachstumsraten, die andere Industriezweige vielleicht in den 80er Jahren vorzuweisen hatten, machen Videospiele für immer mehr Investoren interessant.
So gründen sich Labels wie zum Beispiel RTL-Spiele, die kleinere Spiele für zwischendurch anbieten, die größtenteils online vertrieben werden.
Aber auch Browser-Games, meistens kostenlos und ohne Download oder Installation sofort spielbar, erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Die Refinanzierung erfolgt dabei durch Werbung oder durch Zusatzinhalte, die der geneigte Zocker erwerben kann, um seinen Charakter zu verbessern.
Ich begrüße diese Entwicklung teilweise, wenn auch nun jeder meint, den Markt mit den zwei Vokabeln Core-Gamer und eben Casual-Gamer komplett beschreiben zu können. So einfach ist es nicht. Die beiden Begriffe schließen sich ja nicht komplett aus.
Was sich allerdings ausschließt ist die Kombination Unterhaltung und Klaus Gronewald. Debiles Grinsen in die Fernsehkamera alleine reicht da nicht. Moderatoren aus der Retorte, die zu jedem lieb, nett und höflich sind, will doch keine Sau sehen. In bester Beckmann-Tradition wird bei Bundesliga Aktuell auch dem Typen, der beim SV Obergiesing die Schuhe putzt, in den Arsch gekrochen. Er könnte ja spannende News im Gepäck haben. Gescheiterte Amateurfußballer sind nicht unbedingt die beste Wahl, um danach über das Thema zu reden. Mir kommt da die Kritik zu kurz.
Dabei ist er noch nicht mal der schlechteste beim Deutschen Sportfernsehen. Nun wird der Klaus also das Gesicht der Sports Challenge, einer Mischung aus Buzz und Wii Sports. Ein Teil besteht aus der Beantwortung von Fragen, ein anderer aus der eigenen Betätigung. Klingt eigentlich ganz gut, auch wenn man nun so tut, als wäre das Spiel auf Herrn Gronewald zugeschnitten oder gar von ihm mitentwickelt worden. Das ist nicht der Fall, nur kennt hierzulande kein Mensch den britischen Sportreporter Alan Hansen.
Bleibt nur zu hoffen, dass man den In-Game-Moderator wenigstens etwas anpasst, erste Bilder bei Amazon sehen nicht danach aus. Aus der Sicht der zahlenden Kunden hoffe ich, man orientiert sich bei den Fragen nicht an dem aktuellem DSF-Niveau. Im Doppelpass am Sonntag, welches Gronewald von Zeit zu Zeit ebenfalls moderieren darf, obwohl mit Frank Buschmann sowohl fachliche, wie auch unterhalterische Kompetenz verfügbar ist, wollte man wissen, wer denn im Spiel Deutschland gegen Russland im Tor gestanden hätte, Rene Adler oder doch Tim Wiese.
Ob sich Oxygene Games mit dieser Personalie etwas Gutes getan hat? Das Spiel ist am 10. Oktober erschienen und ebenfalls für den PC und die Playstation 2 erhältlich und kostet knapp 40 Euro.




















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