Nie konnte ich mir vorstellen, wie Michael Jackson in hohem Alter sein sein könnte. Vielleicht so ähnlich wie Karl Lagerfeld, und doch anders. Man wird es nicht mehr erfahren, denn mit 50 Jahren ist schon Schluss. Ein Herzstillstand führte heute in Los Angeles zum Tod.
Somit kommt es auch nicht zu der angekündigten Konzertreihe in London, die für diesen Sommer geplant war. Mir scheint, als hätte auch Jackson selbst nicht mehr dran geglaubt. Meldungen aus dem Januar besagen, bereits zu dem Zeitpunkt sei das Testament geändert worden – Paul McCartney erbt demnach die Rechte an den Beatles-Songs, die Mitte der 80er Jahre vom King of Pop gekauft wurden. Eine versöhnliche Geste, die Freundschaft zwischen den beiden zerbrach damals.
Kaum ein anderer Mensch aus dem Showgeschäft stellt die Höhen und Tiefen besser dar. Aus einfachen Verhältnissen und der eigenen Kindheit früh herausgerissen, wird Michael Jackson zu einem Star, zu einem Megastar. Danach der Absturz, zwei Anklagen wegen Kindesmissbrauchs, die Karriere auf dem Weg nach unten. Auch, weil seine Sponsoren und die Plattenfirma schnell abspringen.
Heirat mit Lisa-Marie Presley, eigene Kinder, Scheidungen, die 90er Jahre wirken wie ein Erwachsenenleben im Zeitraffer, bereits vor 12 Jahren behauptete Jackson, er würde bald sterben und schrieb neben sein Autogramm eben diese Zahl.
Zahlreiche Operationen, die zum ihn zum Synonym für krankhafte und übertriebenes Makellosigkeitsbetreben lassen wurden, wirken – wahrscheinlich nicht nur nach Außen – meist nur noch skurril. Nur wer so hoch aufgestiegen war, konnte nun so tief fallen. Zum Ende hin lebte der Star nicht mal mehr in seiner jahrelangen Zufluchtsstätte, der Neverland Ranch.
Michael Jackson war einer der letzten großen Stars im Business, auch wenn davon in der letzten Zeit nicht mehr viel übrig war. Zeitweise konnte man den Eindruck gewinnen, es handelte sich um einen Außerirdischen. Sein Einfluss auf die Popmusik ist bis heute spürbar. Ich glaube, es konnte eigentlich nur auf so eine Art enden. Alles andere wäre dem außergewöhnlichem Leben Michael Jacksons nicht würdig gewesen.




















Juni 27, 2009 at 9:13
Es ist gut, dass Sie den Zusammenhang zu Paul Mc Cartney herstellen, das ist vielen entgangen. Denn von McCartney wurde ja auch einmal behauptet, er sei tot (der ganze Hintergrund hier).